down
nach unten
nach unten

Der in Berlin ansässige und in Neapel geborene Medienkünstler Costantino Ciervo überrascht und zieht das Publikum gleichermaßen in den Bann mit seinen kapitalismuskritischen, visionären und innovativen Videoskulpturen. Fester Bezugspunkt ist dabei immer die Realität bzw. die gegenwärtige Gesellschaft, das „here and now“ also.

Ciervo lotet mediale Grenzen aus, entwickelt und nutzt dabei auch neueste Technologien, zum Beispiel eine App, um eine partizipative „soziale Plastik“ im Sinne von Joseph Beuys umzusetzen, deren Protestbilder politische, ökonomische und soziale Missstände weltweit dokumentieren und wiederum Eingang in „out-look“, eine seiner neuesten Videoskulpturen finden. Vernetzung und Interaktion erfahren eine direkte wie auch transzendente Umsetzung in den einzelnen Arbeiten, die immer auch eine perfekte visuelle Form anstreben. Das inhaltliche Spektrum dieser Ausstellung umfasst die Themen Urbanisierung, Anthropozän und Digitalisierung.

Die aktuellen Videoskulpturen werden ergänzt durch Collagen und Zeichnungen sowie die großformatige interaktive Installation „ohne Titel“. In diesem Hauptwerk hat Ciervo bereits 1993 auf der Biennale von Venedig kritisch auf das Wirken einer in alle Lebensbereiche vordringenden und umfassenden Digitalisierung aufmerksam gemacht.

Eröffnungsfotos: Steve Gödickmeyer
Installationsfotos: Marcus Schneider, Neulicht